Mover Kauf Teil 1: Die Recherche

0
471
Mover Kauf

Nachdem ich einen neuen Wohnwagen mit zulässigem Gesamtgewicht von 1500 kg – leider ohne Mover – gekauft habe gab es ein paar Probleme:

Wie rangiere ich das schwere Teil? Zumal ich unter Rheuma leide, nach jeder Art von schwerer Arbeit wahnsinnige Schmerzen bekomme und meine Frau dies gesundheitlich auch nicht kann?

Schnell war klar, eine Rangierhilfe bzw. ein Mover muss her!

Mover Kauf – die Recherche

Wie für jeden Camper, der sich noch nie mit dem Thema Rangierhilfe oder Mover auseinandergesetzt hat fing jetzt die große Suche an. Was brauche ich und was ist unnötig? Was muss ich beachten? Passt das Ding unter meinen Wohnwagen? Welche Kraft muss der Mover haben?

Da half nur eins: hinsetzen, Fragen in Facebook-Gruppen stellen, das Wohnwagen-Forum durchstöbern und schlau lesen.

Ganze Tage verbrachte ich zum Missfallen meiner Frau mit dem Smartphone, um ja keinen Fehler zu machen. Aber es hat mich schlauer werden lassen, und davon sollst auch du profitieren!

Welcher Mover ist der Richtige?

Hier muss ich noch einmal kurz etwas ausholen. Denn wir hatten bestimmte Bedingungen, die der Mover erfüllen sollte:

  1. Preis inklusive Batterie nicht höher als 1.500 Euro
  2. Der Mover sollte 1.800 kg schieben können – somit genug Reserve für unsere 1.500 kg haben, damit es nicht zu knapp wird
  3. Eine Vollautomatik (das heißt, dass der Mover per Knopfdruck automatisch an das Rad fährt) benötigen wir nicht. Da wir auf dem Campingplatz sowieso die Kurbel für die Stützen in den Hand nehmen müssen, können wir mit dieser auch kurz den Mover ankurbeln
  4. Die Batterie sollte stark genug sein, um nicht nur den Mover zu betätigen sondern auch noch ein bis zwei Tage autarkes Stehen ohne Stromzufuhr aushalten

Bei den vielen netten Ratschlägen auf Facebook und dem Wohnwagen-Forum kristallisierten sich immer mehr drei Rangierhilfen heraus, die sehr beliebt und gut bewertet sind. Danach kommt lange NICHTS. Also scheinen dies zur Zeit auf jeden Fall die beliebtesten Mover-Modelle zu sein.

  1. Reich Easydriver Active 1.8 (Auslaufmodell) oder 2.0 (neue Version)
  2. Enduro EM 203
  3. Obelink Prestige II (nach mehrfacher Aussage ein umgelabelter Enduro EM 203)

Am günstigesten ist der Obelink Prestige II mit beeindruckend guter Bewertung. Glaubt man den vielen Leuten auf Facebook macht er NIE Probleme.

Der Enduro ist der zweitgünstigste und unterscheidet sich, wie oben schon bemerkt, überhaupt nicht vom Obelink Prestige II. Der einzige Kaufgrund für ihn ist wohl die längere Garantiezeit.

Der Reich Easydriver ist ein absolutes Markenprodukt und sehr beliebt. Schön daran ist definitiv, dass er in Deutschland hergestellt wird und man zum Werk fahren kann, wenn es einmal Probleme gibt. Zugegeben sieht der Reich auch etwas moderner aus als die beiden anderen :-)

Rangierhilfe Kauf

Die Entscheidung pro Reich Easydriver Mover

Wie die Überschrift verrät habe ich mich schlussendlich für den Reich Easydriver in er Version Active 1.8 entschieden. Das Gesamtpaket überzeugt mich einfach am meisten und ich fühle mich hier mit einem beliebten Markenprodukt einfach am sichersten. Ist wahrscheinlich auch ein Bauchgefühl. Alle drei sind sicherlich sehr gut!

An dieser Stelle möchte ich dir noch einen Tipp geben: wenn du dich auch für den Reich Easydriver entscheiden solltest schaue auf jeden Fall bei Camping Plus! In meinem Fall gab es dort mit Abstand die günstigsten Preise. Und die Beratung war auch absolut top. Ich bekam immer innerhalb von wenigen Stunden eine Antwort. Ehre, wem Ehre gebührt!

Schwere Hürde: die Mover Batterie

Ganz ehrlich, am Anfang habe ich gedacht, es geht vor allem um den Mover. Aber wenn man sich die schiere Masse an Batterien anschaut, die letztendlich ja nötig ist, um den Mover überhaupt betreiben zu können: ich bin fast vom Stuhl gekippt.

Deutlich schwieriger als die Auswahl des Movers!

Welche Batterie ist die Richtige für den Mover?

Lithium-Batterie, Blei-Batterie, Gel-Batterie… ja was denn jetzt bitte? Und das bitte für einen Laien verständlich erklärt?

Die Mover-Suche hat ja schon einiges an Zeit gekostet aber die Batterie-Suche hat alles getoppt. Tagelang am Smartphone, um überhaupt einen Durchblick zu bekommen!

Ob ich es geschafft habe… naja…

Im Grunde sind die beiden Konkurrenten die Blei-Batterie (AGM) und die Lithium-Batterie (LiFePo4).

Die gute alte AGM-Batterie hat definitiv noch ihrer Daseinsberechtigung, da sie schlichtweg in der Anschaffung viel, viel günstiger ist als die neueste Lithium-Technologie.

AGM-Batterie

Absolut nicht gewusst habe ich beispielsweise, dass bei einer 100 Ah AGM-Bleibatterie lediglich die Hälfte der Kapazität (also 50 Ah) genutzt werden kann. Ein Mover-Betrieb ist auch damit definitiv möglich, aber wie sieht es mit der autarken Nutzung aus?

Zudem gibt es den Nachteil, dass die Dinger wahnsinnig viel Gewicht auf die Waage bringen (Mover + AGM-Batterie kommen zusammen locker über 60 kg). Außerdem sollte eine Blei-Batterie im Winter immer ausgebaut und zuhause geladen werden, da sie nie leer werden sollte.

Mover Batterie

Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LiFePo4)

Ganz kurz zusammengefasst: wenn du das nötige Kleingeld besitzt gibt es zu der Lithium-Batterie keine Alternative. Ein kleiner Vergleich: Bei einer AGM-Bleibatterie benötigt mabn mehr als 200 Ah (nämlich ca. 220 Ah) Kapazität, um dauerhaft die gleiche Menge Strom einer 100Ah Lithium-Batterie zu nutzen!!! Heftig, oder? Zudem entlädt sich die Batterie nur minimal von selbst sodass sie im Winter nicht ausgebaut werden muss.

Und, mit das Wichtigste: sie wiegt nur einen Bruchteil einer AGM-Batterie! Zum Vergleich: Eine 100 Ah Lithium-Batterie wiegt zwischen 13 und 15 kg. Eine 200 Ah AGM-Batterie bringt leicht 55 – 60 kg auf die Waage! Unfassbar.

Lange Rede kurzer Sinn: etwas wehmütig habe ich mich einfach aufgrund des Budgets und meiner zum Glück hohen Zulade-Möglichkeit für die AGM-Batterie entschieden.

Denn: schlecht ist auch diese sicher nicht!

Was vor dem Einbau des Movers gecheckt werden muss

Ein ganz wertvoller Tipp! Denn diesen Tipp hat mir niemand im Forum oder bei Facebook gegeben…

Fahre bitte VOR dem Mover-Kauf zu einem Fachmann deiner Wahl und frage ihn, ob der ausgesuchte Mover überhaupt unter deinen Wohnwagen passt und ob irgendwelche Adapterplatten zur Montage benötigt werden!

Denn es wäre blöd, wenn du den Mover zu Hause hast, ihn gerade einbauen möchtest und erst dann merkst, dass dir eine Adapterplatte fehlt!

Der nächste Teil der Mover Reise…

Coming soon…

Sobald der Mover bei mir eingetroffen und montiert ist werde ich den zweiten Teil verfassen. Also: schaue wieder rein, es lohnt sich!

Außerdem werde ich vom Einbau ein YouTube-Video ins Netz stellen.

So long,

Dein Camping-Blogger mit Herz

Hat dir mein Artikel gefallen?

0 / 5 Stimmen: 2

Your page rank:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte bestätige deinen Kommentar!
Bitte trage hier deinen Namen ein