Unterschiede Wohnwagen und Mobilheim

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Wohnwagen vs. Mobilheim

Du fragst dich, wo genau die Unterschiede zwischen einem Mobilheim und einem Wohnwagen liegen? Einige liegen auf der Hand, andere sind eher im Verborgenen zu finden.

Du möchtest Dauercamper werden und musst zwischen Mobilheim und Wohnwagen entscheiden? Du hast dich noch nicht mit den Unterschieden zwischen beiden Camping-Varianten auseinandergesetzt?

Mit diesem Artikel möchte ich dir einen Überblick über die größten Unterschiede geben.

Fangen wir aber zuerst einmal mit den Gemeinsamkeiten an.

Gemeinsamkeiten Wohnwagen und Mobilheim

Beide Campingmittel – sowohl der Wohnwagen als auch das Mobilheim – sind zum Einsatz auf dem Campingplatz gebaut. Und beide eignen sich für die Nutzung als Dauercamping-Domizil.

Heizen und kochen

Sowohl im Mobilheim als auch im Wohnwagen findest du einen Gasofen. Auch beim heizen sind beide Camping-Fahrzeuge gleich. In beiden wird eine Gasheizung verbaut, teilweise sogar die Gleiche.

Die Gaszufuhr funktioniert – beim Wohnwagen immer und beim Mobilheim in den meisten Fällen – über Gasflaschen.

Wohnwagen und Mobilheim: die Unterschiede

Der erste Unterschied wird direkt ersichtlich, wenn man sich Wohnwagen und Mobilheim einmal live vor Ort anschaut: die Größe. Gerade hier ist der Unterschied am allergrößten.

Größenunterschiede Wohnwagen und Mobilheim

Während das Aufbaumaß eines Wohnwagens in der Regel irgendwo bei 7 Metern aufhört fängt das Mobilheim dort gerade erst an. Ein durchschnittliches Mobilheim ist ungefährt 9 Meter lang – es sind Größen bis hin zu 13 Metern möglich.

Auch in der Breite unterscheiden sich Wohnwagen und Mobilheim enorm. Ein sehr breiter Wohnwagen misst 2,50 Meter während ein Mobilheim in der Regel mindestens 3 Meter breit ist. Nicht selten beim Mobilheim ist aber auch eine Breite von 3,70 Meter.

Du siehst schon – hier sind die Unterschiede erheblich. Du darfst halt nicht vergessen, dass ein Wohnwagen dazu gebaut worden ist, um über die Straßen in den Urlaub zu fahren und ein Mobilheim eher eine kleine Ferienwohnung ist die die Achse nur besitzt, um auf dem Campingplatz manövriert zu werden.

Warmes Wasser

Im Mobilheim wird warmes Wasser mit einem starken Gas-Durchlauferhitzer (auch Geyser genannt) generiert. Dies ermöglicht es dir, so lange warm zu duschen, wie du möchtest. Vorausgesetzt, dass die Gasflasche nicht leer geht igibt es keinen Leistungsabfall und keinen Kaltwasser-Schock :-).

Im Wohnwagen ist sehr häufig überhaupt keine Therme verbaut, sodass man Wasser in einem Kessel auf dem Herd erhitzen muss. Wenn verbaut, läuft die Warmwasser-Aufbereitung meist über die Truma-Therme, die mit Strom betrieben wird. Sie erhitzt 5 Liter Wasser. Nachteil gegenüber dem Mobilheim: es dauert 45 Minuten, bis das Wasser warm genug ist. Und dann gilt es, schnell zu duschen denn die 5 Liter sind schnell aufgebraucht und dann kommt nur noch kaltes Wasser. Nicht sehr angenehm :-)

Sanitärbereich

Auch im Sanitärbereich findest du große Unterschiede, die alleine schon aufgrund der Nutzungsmöglichkeiten gegeben sind.

Ein Mobilheim besitzt ein geräumiges Badezimmer mit fest eingebauter und an das normale Abwassernetz angeschlossene Toilette. Hier benötigst du keine Sanitär-Chemikalien, da es keinen Tank gibt. Die Toilette ist also wie zuhause.

Gleiches gilt für Dusche und Waschbecken. Beide sind an festen Wasserleitungen und Abwasserleitungen des Campingplatzes angeschlossen. Hier gibt es also kein Limit an Wasser, die Kosten für den Wasserverbrauch bezahlst du an den Campingplatz.

Im Wohnwagen hast du in den allermeisten Fällen eine Chemie-Toilette. Da deine Hinterlassenschaften nach dem abspülen in einer Kassette landen muss Chemie hinzugefügt werden, um alles zu zersetzen und den Geruch aushaltbar zu machen. Die Kassette musst du dann auf dem Campingplatz manuell entleeren.

Gleiches gilt natürlich für das Waschbecken und die Dusche. Das Wasser ist begrenzt, da du nur eine gewisse Menge in deinen Wasserkanister einfüllen kannst. Das Grauwasser läuft durch den Abfluss in ein so genanntes Abwasser-Taxi oder einen Kanister, den du manuell entleeren musst.

Das Schlafzimmer

Schon aufgrund der eben angesprochenen Größe ist im Mobilheim alles etwas geräumiger. Nicht selten stehen in Mobilheimen vollwertige Betten in der Größe, wie du sie von zuhause kennst. Es ist – nicht wie im Wohnwagen – ein abgeschlossener und mit Tür abgegrenzter Raum mit Kleiderschränken und weiteren Aufbewahrungsmöglichkeiten.

Viele Mobilheim-Modelle ab einer Größe von 9 Metern besitzen zudem ein zweites abgeschlossenes Schlafzimmer mit zwei Einzelbetten oder einem Etagenbett für Kinder.

Im Wohnwagen nutzt du die dafür vorgesehenen Schlafplätze, die so gut wie immer in den offenen Innenraum des Wohnwagens integriert sind.

Oft ist es auch nötig, eine Sitzgruppe für weitere Schlafplätze umzubauen.

Mobilheim

Der Küchen- und Ess-Bereich

Der Küchen-Bereich in einem Mobilheim ist oft entweder eine Küchenzeile oder sogar eine vollwertige Küche. Dieser Bereich nimmt keinerlei Platz vom Wohnbereich weg.

In eigentlich jedem Mobilheim gibt es eine separate Sitzecke mit Esstisch. Man muss nicht den Wohnbereich nutzen, um dort zu essen.

Im Wohnwagen ist die kleine Küchenzeile mitten in den Wohnbereich integriert. Aufgrund der beengteren Platzverhältnisse ist dies aber auch gar nicht anders möglich.

Gegessen wird im Wohnwagen in der gleichen Sitzecke, wo auch relaxt wird.

Der Wohnbereich

Während es im Mobilheim ein vollwertiges Wohnzimmer gibt sind im Wohnwagen Ess- und Wohnbereich identisch.

Mobilheim oder Wohnwagen – was ist nun besser?

Die Frage, was für dich nun besser ist – Wohnwagen oder Mobilheim – ist relativ leicht zu beantworten.

Stelle dir einfach folgende Fragen:

  1. Möchte ich immer auf demselben Campingplatz stehen, weil mir zum Beispiel der Platz, die Umgebung oder die Nachbarn so gut gefallen?
  2. Ein anderer Urlaub interessiert mich nicht, ich fahre immer zu meinem Campingplatz und möchte nirgendwo anders hin?

Wenn du beide Fragen mit einem eindeutigen JA beantworten kannst MUSST du dir ein Mobilheim kaufen. Denn die Vorteile und Annehmlichkeiten beim Dauercamping überwiegen einfach gegenüber dem Wohnwagen. Größer, komfortabler, einfacher.

Bist du ein Mensch, der auch mal einen anderen Campingplatz sehen will und sich vorstellen kann, nach ein paar Jahren weiterzuziehen, ist ein Wohnwagen mit gutem Vorzelt die bessere Variante für dich. Komfortabel, einfach an das Auto anhängen und weg. Das sind die Vorzüge des Wohnwagens.

Fazit

Beide Camping-Fahrzeuge haben absolut ihre Daseinsberechtigung. Und was für DICH das Beste ist, solltest du jetzt wissen :-)

Ich habe es mir noch einfacher gemacht, ich habe ein Mobilheim und einen Wohnwagen denn ich möchte auf beides nicht verzichten. Auch eine Möglichkeit!

Es ist auch – zumindest fast – möglich, beides zu vereinen. Google mal nach einem „Hobby Landheim“!

Vielleicht konnte ich dir in deiner Entscheidung etwas weiterhelfen. Gerne kannst du mir einen Kommentar schicken, wofür du dich entschieden hast!

Herzliche Camper-Grüße

Camping-Blogger Chris

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